Aktuelles

9. März 2021

Beschreibung:

Online Round Table „Digitales Lernen“ am 25.02.2021

Am 25.02.2021 startete der Arbeitskreis Netzwerke der Wirtschaftsjunioren Hannover mit einem neuen Format in das neue Jahr. Der „Online Round Table“ soll die Corona-bedingte Not zur Tugend machen und mehrere Experten aus verschiedenen Regionen Deutschlands am virtuellen Tisch versammeln. Passend zum Veranstaltungsmedium, lautete das Diskussionsthema „Digitales Lernen“ und unsere Gäste waren:

        Frau Iris Kalvelage, Key Account Managerin für den Bereich digitaler Lernprodukte der Westermann Verlagsgruppe

        Herr Prof. Dr. Olaf Köller vom Leibniz Institut der Universität Kiel, Direktor der Abteilung Erziehungswissenschaft und Pädagogische Psychologie

        Herr Jörg Ludwig, Geschäftsführer des Braunschweiger Unternehmens iServ, das Schulen durch seine Serverlösungen digitalisiert

Moderiert wurde unsere Veranstaltung von Wirtschaftsjuniorin und Speakerin/Moderatorin Janina Tiedemann.

Am Beispiel drei verschiedener Bezugsfelder digitalen Lernens (Schüler:innen & Eltern, Schule & Lehrer:innen, Politik & Gesellschaft) erläuterten unsere Gäste ihre Erfahrungen und Sichtweisen aus Theorie und Praxis. Sie berichteten von Vorteilen (interaktive Lerninhalte, individuellere Lehrinhalte, Erwerb von EDV-Kompetenzen) aber auch Gefahren („Digital Divide“, massive Unterschiede im Lernumfeld zu Hause).

Einigkeit bestand bei unseren Gästen klar darin, dass die Lehrkraft nicht durch die Digitalisierung verschwinden könne. Zum einen blieben didaktische Modelle und Unterrichtschoreographie grundsätzlich unverändert und notwendig, zum anderen sei man noch sehr weit davon entfernt, überhaupt umfangreich zu digitalisieren. Angemerkt wurde, dass die Finanzierung digitaler Materialien zudem noch vollständig ungeklärt sei. Auch habe man noch nicht verstanden, dass größere Schulen wie Unternehmen betrachten werden müssten, die IT-Kräfte bräuchten wie ein mittelständisches Unternehmen. Stattdessen verlasse man sich bei Schulen mit über tausend Schülern auf eine Handvoll motivierter Lehrkräfte. Auch wurde die Behäbigkeit von Entscheider:innen auf politischer Ebene kritisiert. Man komme gar nicht erst in einen vernünftigen Dialog.

Insgesamt bestand klar Einigkeit darüber, dass von der Wirtschaft Druck auf die Politik ausgeübt werden müsse. „Wenn etwas funktioniert, muss darüber auch gesprochen werden“, so ein Appell. Die Schulen hätten bereits viel erreicht, was nun sinnvoll weitergeführt werden müsse. Die Idee eines nationalen Bildungsraumes sei gefährlich und der falsche Weg. Innovation könne „nur im Kleinen passieren“.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Gästen und allen Teilnehmer:innen!

Tim Molkenbur

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